Künstler*innen

Jakob Lena Knebl, 1970 in Baden bei Wien geboren, war zehn Jahre in der Altenpflege tätig, bevor sie an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Raf Simons Mode und an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Heimo Zobernig Textuelle Bildhauerei studierte. Sie verantwortete 2017 im mumok eine viel beachtete Neuaufstellung der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst, die sie gemeinsam mit eigenen, neu konzipierten Arbeiten und Mut zur Exzentrik auf zwei Ebenen des Museums präsentierte. Im gleichen Jahr wurde Jakob Lena Knebl vom Bundeskanzleramt der Outstanding Artist Award im Bereich bildende Kunst verliehen. In ArtNet News wurde sie 2019 in der Rubrik „Most Influential Curators of the Decade“ gelistet. 2020 hatte sie Einzelausstellungen im Lentos in Linz sowie in der Galerie Georg Kargl Fine Arts in Wien. Derzeit bringt Jakob Lena Knebl in ihrer Ausstellung Marcher sur l’eau im Musée d’Art et d’Histoire in Genf Exponate aus der Sammlung des Museums mit eigenen Installationen in einen Dialog.

Ausgangspunkt ihres raumstrategischen Ansatzes ist oft eine fotografische Inszenierung, die den Körper sowie die Identitäts- und Begehrenskonstruktionen in Beziehung zu bildhauerischen Objekten und den materiellen sowie sozialen Räumen setzt. Durch diese Vorgehensweise entstehen raumgreifende und teilweise betretbare Installationen, Settings oder Inszenierungen, die von unterschiedlichen Ästhetiken, Medien, Materialien und intensiven Atmosphären geprägt sind. Ihre Referenzen kommen aus der Kunst- und Designgeschichte und jenen Bewegungen, die diese verbunden haben.


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Ashley Hans Scheirl, 1956 in Salzburg geboren, studierte von 1975 bis 1980 an der Akademie der bildenden Künste Wien und schloss 2003 ihr_sein Masterstudium der Bildenden Kunst am Central Saint Martins College in London ab. Sie_er hatte in den letzten Jahren umfangreiche Einzelausstellungen, zuletzt 2020/21 zusammen mit Knebl im Kunsthaus Bregenz, davor 2018 im Kunstverein Salzburg und im Künstlerhaus Graz, und war an internationalen Gruppenausstellungen wie z. B. 2017 an der documenta 14 in Athen und Kassel beteiligt.

Scheirl‘s künstlerische Praxis begann Ende der 1970er-Jahre mit einer Vielfalt von verwendeten Medien. Danach konzentrierte sie_er sich 20 Jahre lang auf das bewegte Bild. Mit über 50 Filmen und dem Transgender-Kultfilm Dandy Dust zählt Scheirl seither zu den Pionier*innen der queeren Bewegung im Bereich der Kunst. Seit Mitte der 1990er-Jahre ist die Malerei ins Zentrum des Interesses gerückt, eine Malerei, die installativ, also durch Einbeziehung von Architektur, Kontexten, Objekten, Videoloops und nicht zuletzt der Bewegung der Besucher*innen erfahrbar wird. Seit 2006 hält Scheirl eine Professur für Kontextuelle Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. 2006 erhielt sie_er das Staatsstipendium für Bildende Kunst, 2012 den Preis der Stadt Wien für bildende Kunst und 2019 den Österreichischen Kunstpreis in der Sparte Bildende Kunst des Bundeskanzleramts.